„Metzgerei Mair - Weil mir Handwerk einfach besser schmeckt!“
„Metzgerei Mair - Weil mir Handwerk einfach besser schmeckt!“

Die Studie:

Die Internationale Krebsforschung IARC der WHO hat in ihrer neuesten Studie das Krebsrisiko von Rotfleisch und Fleischerzeugnissen veröffentlicht. Hierbei wurde Rotfleisch in die Klasse 2A „wahrscheinlich krebserregend“ und Fleischerzeugnisse in die Klasse 1 „krebserregend“ eingestuft. Neben Darmkrebs seien auch andere Krebsarten, etwa an Bauspeicheldrüse, Magen und Prostata, zu befürchten. Für nicht verarbeitetes Fleisch scheint der Zusammenhang nicht so klar zu sein. Nur die Hälfte der Studien kommt zu dem Schluss, dass dessen Verzehr krebserregend sei. Die anderen Studien sahen keinen Zusammenhang. Vermeintliche Zusammenhänge könnten auch auf Zufall, Voreingenommenheit und Verwechslungen zurückzuführen sein. In der Konsequenz klassifiziert die WHO verarbeitetes Fleisch als „karzinogen für Menschen“ ein. Damit stehen Fleischprodukte in einer Reihe mit Zigaretten und Asbest. Unverarbeitetes „rotes Fleisch“ allein ordneten die Experten als „wahrscheinlich karzinogen“ ein. Unter „rotem Fleisch“ wird in diesem WHO-Bericht das Muskelfleisch aller Säugetiere verstanden, also auch von Rind, Schwein, Lamm, Kalb, Schaf, Pferd und Ziege.

 

Zur Studie des IARC selbst

 Bei der Veröffentlichung des IARC handelt es sich um eine Zusammenfassung bzw. Analyse von mehreren Studien (800) und keine neuen Erkenntnisse. Das heißt nichts anderes, als dass die bisherigen Resultate verglichen werden und daraus ein Kollektiv gebildet wird.

 Die Einstufung in die jeweilige Klassifizierung sagt noch lange nichts über die Wahrscheinlichkeit, dass eine tatsächliche Krebserkrankung eintrifft.

 Erstaunlich ist aber, dass die WHO letztendlich von einer rein Vegetarischen oder sogar Veganen Ernährung abmahnt. Ebenso weisen sie darauf hin, dass der Verzehr von Fleisch gesundheitlichen Nutzen bringt. Jedoch werden von dieser gleichen Organisation Rotfleisch und Fleischerzeugnisse als wahrscheinlich krebserregend eingestuft.

 Experten von europäischen und deutschen Behörden teilen die Risikoeinschätzung des IARC nicht. Entscheidend ist immer die Häufigkeit und Zubereitung.

 Sogar das IARC selbst gibt zu, dass für den Einzelnen das Risiko der Entwicklung von Darmkrebs aufgrund des Konsums von verarbeitetem Fleisch gering bleibt.

 

Die WHO und auch die IARC weisen darauf hin, dass der Verzehr von Fleisch gesundheitlichen Nutzen bringt.

 Die IARC-Einstufungen sagen generell nichts über das tatsächliche Risiko einer Krebserkrankung, wenn man mit dem beurteilten Stoff (hier: rotes Fleisch) in Berührung kommt. Vielmehr werden lediglich bestehende Studien ausgewertet, ob es überhaupt eine Krebsgefahr gibt. Die Klassifizierung sagt nichts über die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung.

 Die IARC hat insgesamt mehr als 1000 Substanzen auf ein bestehendes Krebs-risiko untersucht. Davon wurde nur ein einziges als „wahrscheinlich“ nicht krebserregend eingestuft.

 Sofern es überhaupt einen Zusammenhang zwischen rotem Fleisch und Krebs-risiko gibt (was von anderen Wissenschaftlern in Frage gestellt wird), gilt als gesichert, dass hierbei die Zubereitungsform der entscheidende Faktor ist. Das Problem liegt also nicht beim roten Fleisch, sondern beispielsweise beim zu heißen Grillen. Falsche Zubereitung hat auch bei anderen Lebensmitteln negative Auswirkungen.

 Die für Risikoeinschätzungen bei Lebensmitteln zuständigen europäischen und deutschen Behörden teilen die Einschätzung des Krebsrisikos bei rotem Fleisch in dieser Form nicht.

 

Folgende Expertenempfehlungen lassen sich zusammenfassen:

 Deutsches Institut für Ernährungsforschung: „Die Ergebnisse sind weder neu noch dramatisch. Entscheidend ist eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Bewegung.“

 Informationsdienst AID: „Monokausale Zusammenhänge zwischen Wurst-konsum und Krebsentstehung sind ernährungswissenschaftlich nicht nachweisbar. Bei der Zubereitung sollten die Konsumenten aber sorgfältig vorgehen.“

 IARC: „Für den Einzelnen bleibt das Risiko der Entwicklung von Darmkrebs aufgrund des Konsums von verarbeitetem Fleisch gering.“

 Dem Verein "Die Lebensmittelwirtschaft" fehlen "klare wissenschaftliche Beweise dafür", dass rotes oder verarbeitetes Fleisch wirklich ursächlich krebserregend sei. "Bislang konnte nie wissenschaftlich geklärt werden, welche Inhaltsstoffe aus dem Fleisch dem Menschen schaden könnten - ob es also tatsächlich das Fleisch selbst ist, sagte Geschäftsführer Stephan Becker-Sonnenschein.

 

 

 

 

Fakten über Rotfleisch und Fleischerzeugnisse

 Fleisch ist ein guter Proteinlieferant

Tierisches Eiweiß ist hochwertiger als pflanzliches, dabei kann es 1 zu 1 direkt aufgenommen werden. Eiweiß übernimmt zudem im menschlichen Körper viele Funktionen wie zum Beispiel den Aufbau und Erhalt von Organen und Muskeln.

 Fleisch liefert Mineralstoffe

Im Fleisch kommen reichlich Eisen und Zink vor. Dabei fördert Zink das Immunsystem des Menschen. Der menschliche Körper verfügt nur über geringe Zinkspeicher. Eine kontinuierliche Zufuhr mit der Nahrung ist notwendig. Eisen wiederrum ist für den Sauerstofftransport zu den Zellen verantwortlich. Rein chemisch betrachtet liegt pflanzliches Eisen in 3-wertiger Form vor, tierisches hingegen in 2-wertiger Form. Das tierische Eisen kann direkt vom menschlichen Körper verwertet werden, während er das 3-wertige pflanzliche erst zu einem 2-wertigen reduzieren muss.

 Fleisch ist ein vitaminreiches Lebensmittel

Maßgeblich hierbei sind die sogenannten B-Vitamine. Das wichtigste hiervon ist das Vitamin B-12, auch das Fleischvitamin genannt. Dieses dient dem Körper für die Blutbildung und Zellentwicklung.

 

Ausgewogene Ernährung und Lebensweise

 Mischkost - Ernährung

Eine gesunde Ernährung besticht durch ausgewogene Mischkost. Hierbei sollte Fleisch Bestandteil einer an Gemüse, Obst, Vollkornprodukten Ballaststoffen reichen Ernährung sein.

Entscheidend hierbei sind aber letztendlich auch die dementsprechende Verzehrshäufigkeit und die Zubereitungsart von Fleisch. Als Beispiel zu nennen sind hier die sogenannten PAK’s (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) die durch das Grillen entstehen und nachweislich krebserregend sind. Dabei ist es Gleich welches Lebensmittel auf dem Grill

Studien zeigen ebenso, dass Personen mit einem hohem BMI (Body-Mass-Index) ein erhöhtes Risiko haben an Krebs, Bluthochdruck oder an einem Herzleiden zu erkranken.

Leitsatz für eine ausgewogene Ernährung:

„Pflanzliche und tierische Lebensmittel, die satt machen, schmecken und das Gewicht im Normbereich halten. Gewürzt wird mit einem realistischen Maß an Bewegung.“

 

Fazit:

Die Studie hat einen großen Schwachpunkt: Sie belegt den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung nicht, sondern basiert rein auf statistischen Berechnungen und der Auswertung anderer Studien. Solche Studien sind immer mit Vorsicht zu genießen, denn Krebs entsteht durch verschiedene Risikofaktoren (z.B. Rauchen) und es ist schwierig, für eine Meta-Studie einzelne Effekte aus einer Vielzahl von unterschiedlich aufgebauten Studien sauber hinaus zu korrigieren.

Die Studie enthält einfach zu viele Unsicherheiten und es ist wahrscheinlich, dass es sich bei den Resultaten um einen Effekt des ganzen Lebensstils handelt, zu dem auch Rauchen und Alkohol gehören.

Das Metzgerhandwerk tritt seit vielen Jahren für einen bewussten Konsum mit dem Lebensmittel Fleisch sowie einer ausgewogenen Ernährung ein. Fleisch ist das Lebensmittel mit der geringsten allergenen Potenz und die Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren unterliegt in Deutschland strengen Bestimmungen. Dass diese hochwertigen Lebensmittel von der WHO auf eine Stufe mit Zigaretten und Asbest gestellt werden, ist in höchstem Maße beunruhigend und schlichtweg unseriös.